Vor- und Nachteile von börsennotierter Altersvorsorge

Seit der Stärkung der privaten Säule der Altersvorsorge und der Möglichkeit die Riester-Förderung auch in eine fondsgebundene Versicherung zu investieren fragen sich viele Menschen, welche Vor- und Nachteile eine börsennotierte Altersvorsorge hat.

Die Börse ist Spiegelbild der Wirtschaftsentwicklung: Höhere Rendite ist möglich

In den Fernsehnachrichten oder dem Wirtschaftsteil der Zeitung wird die Börsenkursentwicklung meist nur in einer sehr stark zusammengefassten Form dargestellt. Ein DAX von 6.000 Punkten kann sowohl im Hinblick auf den Tiefstkurs im Jahr 2003 von knapp unter 3.000 Punkten gesehen werden, als auch die Höchststände jenseits von 8.000 Punkten können als Vergleichswert herangezogen werden. Damit wird schon sehr deutlich, dass Aktien als börsennotierte Werte ein höheres Risiko darstellen, als die klassischen festverzinslichen Wertpapiere. Dennoch beweisen alle Studien, die einen längeren Zeitraum betrachten: Die Rendite ist bei börsennotierten Werten im Schnitt höher, als im festverzinslichen Bereich. Damit wird ein höheres Risiko, also die Beteiligung an Unternehmen, belohnt. Über einen langen Zeitraum werden sich also Boom Phasen und Phasen schwächerer Kurse abwechseln, so dass im langjährigen Schnitt ein erheblicher Substanzgewinn für die Altersvorsorge erzielt wird. Um hierbei die Riester-Förderung optimal in einen hohen Kapitalstock als solide Basis für die private Rente umzusetzen, empfiehlt es sich – so wie es auch der Gesetzgeber wünscht – nicht nur eine Aktie zu kaufen, sondern in einem von Profis gemanagten Investmentfonds das Risiko zu diversifizieren. Wesentlicher Vorteil der börsennotierten Altersvorsorge ist also der im Schnitt höhere Wertzuwachs, der im Endeffekt zu einer hohen Rendite führt.

Nachteil: Eine Risikosteuerung ist notwendig

Wer die langfristige Wertentwicklung verfolgt, der sieht immer mal wieder kurzfristige Kurseinbrüche. Zuletzt beispielsweise im Jahr 2009 oder auch im Jahr 2003. Deshalb ist eine börsennotierte Altersvorsorge auch relativ komplex. Je näher der Renteneintritt rückt, desto empfindlicher wird der gesamte angelegte Betrag auch im Hinblick auf Schwankungen der Märkte. Diesem Nachteil kann man aber begegnen, in dem der Fonds sehr gut ausgesucht wird, in den die Riester-Förderung investiert wird. Wer beispielsweise einen Laufzeitfonds für einen bestimmten Rentenzeitpunkt kauft, dessen Fondsmanagement legt anfangs einen Großteil mit hoher Rendite und normalem Risiko an um später mehr und mehr in festverzinsliche Wertpapier mit geringem Risiko umzuschichten. Damit kann dieser Nachteil der börsennotierten Altersvorsorge sogar in einen Vorteil umgewandelt werden, da die hohen angesparten Beträge aus der hohen Aktienrendite und der Riester-Förderung rechtzeitig in den festverzinslichen, risikoarmen Bereich umgeschichtet werden. Dazu findet der Riester-Sparer viele Informationen beispielsweise unter dem Stichwort Laufzeitfonds oder auch aktiv gemanagte Fonds.